Sanditz
Sanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler, Orgelbauer, Fliesensammler, Lokaljournalistinnen, selbsternannte Widerständler, Träumerinnen, Frührenter, Kinder, Liebespaare, verhuschte Archivare und die Familie Wenzel.
Warmherzig und multiperspektivisch verwebt Lukas Rietzschel die Erzählung der Familie und der Sanditzer Stadtbewohner zu einem Panorama deutscher Geschichten – vom Ende der DDR bis in die jüngste Gegenwart, vom Besetzen der örtlichen Stasi-Zentrale bis zum Kampf eines Freiwilligen in der Ukraine, vom Abrackern auf westdeutschen Baustellen bis zum isolierten Inseldasein während der Corona-Epidemie.
Ein Roman über Aufbruch und Niedergang, Gelingen und Scheitern des Aufruhrs, Freundschaft und Familie in umwälzenden Zeiten, über den Wunsch nach Zugehörigkeit und die Sehnsucht nach Freiheit.
SPIEGEL-Bestseller
Platz 1 SWR-Bestenliste
Das ist der große DDR-Roman, auf den wir seit Jahrzehnten gewartet haben. Das ist wahrscheinlich das beste Buch in deutscher Sprache dieses Jahrgangs. (…) Ich bin zutiefst beeindruckt und hoffe, dass er große Preise gewinnt.
Sein Werk gehört auf ähnliche Weise zu Ostdeutschland wie Wes Andersons ›Grand Budapest Hotel‹: Die Aufnahmen wurden in Görlitz gedreht, doch die Geschichten erzählen vom Zustand der Welt.
Ein Panorama der Wendezeit bis heute. Dabei schreibt Lukas Rietzschel bemerkenswert detailliert. Er lässt sich Zeit für genaue Alltagsbeobachtungen, zeichnet Landschaften und Menschen mit viel Präzision, Feingefühl und Respekt.