Das unsichtbare Band
In den Bergen des Libanon wächst die junge Amal in der streng patriarchalischen Religionsgemeinschaft der Drusen auf. Sie will nur eines: die Schule besuchen und studieren, doch das ist für Mädchen nicht vorgesehen. Immerhin darf ihre Mutter Brot backen und mit ihren Einkünften das Schulgeld ihrer Töchter bezahlen. Als Amal, die jüngste, mit fünfzehn verheiratet wird und das Elternhaus verlässt, schweigt die Mutter. Unbeirrt, wenn auch gegen viele Widerstände, geht die junge Frau ihren Weg und beginnt zu begreifen, was es heißt, selbstbestimmt zu leben und wahrhaftig zu lieben.
Ein poetischer, anrührender Text über Freiheit, Tradition und das Band, das Frauen miteinander verbindet und für eine gerechtere Gesellschaft kämpfen lässt.
In ihrem Debütroman, der auf der Shortlist des International Prize for Arabic Fiction stand, beschreibt Haneen Al-Sayegh eine Kindheit und Jugend in der ultrastrengen Religionsgemeinschaft der Drusen. Eine Frau begehrt auf und geht ihren eigenen Weg.